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2. Oktober 2026

Herbst im Medizinrad: Die Zeit des Westens

4 Minuten Lesezeit

Steinkreis mit Kerze, Herbstlaub und Erntegaben im warmen Abendlicht

Wenn die Blätter sich färben und die Abende früher kommen, verschiebt sich etwas in uns. Die Energie, die im Sommer nach außen drängte, sucht den Weg zurück nach innen. Im Medizinrad entspricht diese Bewegung dem Westen, der Richtung der untergehenden Sonne.

Ernten, was gewachsen ist

Der Herbst beginnt mit der Ernte. Bevor wir loslassen, dürfen wir sehen, was dieses Jahr gereift ist: Erfahrungen, Beziehungen, Erkenntnisse, auch die schwierigen. Eine einfache Übung ist, drei Dinge aufzuschreiben, die du in diesem Jahr geerntet hast, und für jedes einen Dank auszusprechen.

Loslassen wie die Bäume

Bäume kämpfen nicht gegen den Herbst. Sie lassen ihre Blätter fallen, weil das ihre Kraft für den Winter bewahrt. Die Frage des Westens lautet: Was trägst du noch mit dir, obwohl es seine Zeit hatte? Alte Erwartungen, Gewohnheiten, Rollen, die nicht mehr passen.

Ein kleines Herbstritual

  1. Sammle bei einem Spaziergang ein paar Blätter.
  2. Lege zuhause einen kleinen Kreis aus Steinen oder Blättern und stelle eine Kerze in die Mitte.
  3. Schreibe auf ein Blatt Papier, was du loslassen möchtest, und auf ein zweites, wofür du dankbar bist.
  4. Lege den Dank in den Kreis. Das andere Blatt darfst du verbrennen, vergraben oder dem Wind übergeben.

Der Herbst in deinem Rad

Wer im Herbst ein Rad legt, spürt oft, dass Karten der Wandlung und Einkehr stärker sprechen: der Eremit, der Gehängte, der Tod im Sinne von Verwandlung. Sie sind keine schlechten Zeichen, sondern Begleiter dieser Jahreszeit.

Zum Weitergehen: Lege zum Herbstbeginn eine Standortbestimmung und schau, welche Karte dir die Herausforderung dieser Zeit zeigt.

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