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2. Oktober 2026

November: Die Zeit der Ahnen

4 Minuten Lesezeit

Kleiner Ahnenaltar am Fenster mit alten Familienfotos, Kerzen und einer weißen Feder

Anfang November gedenken viele Kulturen der Verstorbenen, ob an Allerheiligen, Allerseelen oder in den alten keltischen Festen am Übergang zum Winter. Es ist, als würde der Schleier zwischen den Welten in dieser Zeit dünner. Im Medizinrad findet diese Stimmung ihren Ort im Norden, der Richtung der Weisheit der Ahnen, mit der Farbe Weiß.

Was wir von den Ahnen tragen

Wir tragen mehr von unseren Vorfahren in uns, als uns bewusst ist: Gesten, Talente, Ängste, Lebensmuster, Geschichten, die nie erzählt wurden. Manches davon ist ein Geschenk, manches eine Last, die nicht unsere ist. Der November ist eine gute Zeit, beides anzuschauen.

Ein Platz für die Ahnen

  1. Richte einen kleinen Platz ein, etwa auf einem Fensterbrett: ein Foto, eine Kerze, etwas aus der Natur.
  2. Zünde die Kerze an und nenne die Namen derer, an die du denkst.
  3. Sprich aus, wofür du dankbar bist, was du von ihnen bekommen hast.
  4. Wenn du magst: Benenne auch, was du nicht weitertragen möchtest, und gib es mit Dank zurück.

Fragen für den Norden

Welche Stärke habe ich von meinen Ahnen geerbt? Welches Muster darf mit mir enden?

Die Ahnen im Rad

Wer im November ein Rad legt, spürt oft die Karten des Nordens deutlicher. Karten wie der Hierophant als Hüter überlieferten Wissens oder das Gericht als Ruf zum Erwachen bekommen in dieser Zeit eine besondere Tiefe.

Zum Weitergehen: Lege zum Monatsbeginn eine Standortbestimmung oder lies mehr über die vier Himmelsrichtungen.

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